
Der Kandy-See, auch bekannt als Bogambara-See, ist ein malerischer künstlicher See im Herzen der Stadt Kandy. Er bietet eine ruhige Auszeit mit Möglic...






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Mitten im Herzen von Kandy, Sri Lankas verehrter Berghauptstadt, liegt der bezaubernde Kandy-See, von den Einheimischen liebevoll Bogambara-See genannt. Mehr als nur ein Gewässer – dieser malerische künstliche See ist die Oase der Ruhe in der Stadt und bietet eine friedliche Auszeit vom geschäftigen Treiben der umliegenden Straßen. Seine glitzernde Oberfläche spiegelt die grünen Hügel, die Kolonialarchitektur und den heiligen Zahntempel wider und schafft so ein postkartenreifes Panorama, das jeden Besucher in seinen Bann zieht.
Der Kandy-See, 1807 vom letzten König des Königreichs Kandy, Sri Wickrama Rajasinghe, entworfen und erbaut, ist ein Zeugnis alter sri-lankischer Ingenieurskunst und ästhetischer Vision. Er war nicht bloß ein dekoratives Element, sondern integraler Bestandteil des königlichen Palastkomplexes und sollte die Schönheit und strategische Bedeutung der Hauptstadt unterstreichen. Auch heute noch ist er ein Anziehungspunkt für Pilger und Touristen gleichermaßen und lädt zu gemütlichen Spaziergängen an seinen baumgesäumten Ufern und friedlichen Bootsfahrten auf seinem ruhigen Wasser ein. Die Luft ist hier oft kühl und eine sanfte Brise weht, was den See zu einem idealen Ort zum Nachdenken, Fotografieren oder einfach nur zum Genießen der einzigartigen Atmosphäre von Kandy macht.

Die Geschichte des Kandy-Sees ist ebenso reichhaltig und faszinierend wie die Stadt selbst. König Sri Wickrama Rajasinghe, ein für seine architektonischen Ambitionen bekannter Monarch, gab den Bau in Auftrag und verwandelte Reisfelder in diesen prächtigen Stausee. Der ursprüngliche Plan war weitaus größer und sah einen See vor, der die gesamte Stadt umschließen sollte, doch seine Herrschaft endete vor der vollständigen Fertigstellung. Nichtsdestotrotz ist das, was erhalten geblieben ist, ein Meisterwerk.
Das Herzstück des Sees bildet die kleine, bezaubernde Insel „Parakrama Bahu“ oder „Diyathilaka Mandapaya“. Der Legende nach war diese Insel einst durch einen geheimen Damm mit dem Palast verbunden, den der König zum Baden und Vergnügen nutzte. Ein weiteres faszinierendes Merkmal ist die „Walakulu Bemma“ oder Wolkenmauer, die dekorative Brüstungsmauer, die den See teilweise umgibt. Ihr einzigartiges, an Wolken erinnerndes Design blieb aufgrund der britischen Invasion im Jahr 1815 unvollendet, was ihrer Schönheit eine ergreifende historische Note verleiht. Der See erfüllte auch einen praktischen Zweck: Er bewässerte die königlichen Gärten und diente als Verteidigungsgraben für den Königspalast und den Zahntempel. Zahlreiche Geschichten über geheime Tunnel und verborgene Gänge, die die Insel mit dem Palast verbinden, beflügeln die Fantasie derer, die an seinen Ufern spazieren gehen.
Der Kandy Lake ist keine isolierte Sehenswürdigkeit, sondern das pulsierende Herzstück eines lebendigen Kultur- und Geschichtsviertels. Sein prominentester Nachbar ist der verehrte Kandy Lake. Sri Dalada MaligawaDer Zahntempel beherbergt die Reliquie des heiligen Zahns Buddhas. Sein goldenes Dach erstrahlt majestätisch im Wasser des Sees und spiegelt sich darin wider, besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang – ein wahrhaft spirituelles Schauspiel. Ein Besuch in Kandy ist unvollständig ohne das Erleben der tiefen Ruhe dieses Tempels und seiner Verbindung zum See.
Unmittelbar neben dem Tempel und dem See befindet sich das Nationalmuseum von Kandy, untergebracht im ehemaligen Königspalast, das Einblicke in die Geschichte und die Artefakte Kandys bietet. Das Internationale Buddhistische Museum liegt ebenfalls in der Nähe und vermittelt eine globale Perspektive auf den Buddhismus. Naturliebhaber finden hinter dem Tempel das Udawatta-Kele-Schutzgebiet, ein historisches Waldreservat mit Wanderwegen und der Möglichkeit, eine vielfältige Flora und Fauna zu entdecken. Der See dient somit als zentraler Ausgangspunkt, um Kandys reiches Spektrum an Geschichte, Religion und Natur zu erkunden und ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Reise.

Um den Kandy-See wirklich zu genießen, sollten Sie sich ein paar Stunden Zeit nehmen, um seinen Charme zu erleben. Besonders beliebt ist ein gemütlicher Spaziergang um den See, der etwa 3,3 Kilometer lang ist. Dieser Spaziergang bietet immer wieder neue Perspektiven auf den See, den Zahntempel und die umliegenden Hügel. Der frühe Morgen oder der späte Nachmittag sind ideal, da das Licht dann sanfter, die Temperaturen angenehmer und die Atmosphäre besonders ruhig ist. Oft sieht man Einheimische beim Joggen, Familien beim Picknicken und Mönche in ihren safranfarbenen Roben, die zur spirituellen Stimmung beitragen.
Für eine andere Perspektive bietet sich eine Bootsfahrt an. Ruderboote können gemietet werden, mit denen Sie über das ruhige Wasser gleiten und die Insel aus der Nähe betrachten können. Bitte kleiden Sie sich respektvoll, insbesondere wenn Sie anschließend den Zahntempel besuchen möchten. Fotografieren ist erwünscht, doch achten Sie bitte stets auf die lokalen Gepflogenheiten und fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Personen fotografieren. Beobachten Sie die vielfältige Vogelwelt, darunter Pelikane, Kormorane und verschiedene Eisvogelarten, die den See ihr Zuhause nennen. Und bitte helfen Sie mit, seine Schönheit zu bewahren, indem Sie keinen Müll hinterlassen und die Natur respektieren.
Nach Ihrer Erkundung des Kandy-Sees bietet das pulsierende Stadtzentrum eine Fülle kulinarischer Erlebnisse. Von urigen Cafés mit Ceylon-Tee und köstlichen Snacks bis hin zu Restaurants mit authentischem sri-lankischem Reis und Curry – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Probieren Sie unbedingt lokale Spezialitäten wie Kottu Roti oder Hoppers von einem Straßenhändler, um Kandy wirklich kennenzulernen. Viele Restaurants bieten einen atemberaubenden Blick auf den See oder die umliegenden Hügel und bilden somit die perfekte Kulisse für Ihre Mahlzeit.
Der Kandy-See ist dank seiner zentralen Lage leicht zu erreichen. Kandy selbst ist bequem mit Zug oder Bus von Colombo, Ella, Nuwara Eliya und anderen größeren Städten aus erreichbar. Die Zugfahrt, insbesondere die landschaftlich reizvolle Strecke von Ella oder Colombo, ist ein Erlebnis für sich. In Kandy angekommen, ist der See nur wenige Gehminuten von den zentralen Bus- und Bahnhöfen entfernt. Für kürzere Strecken stehen Tuk-Tuks bereit, und die meisten Hotels in Kandy sind nur eine kurze Fahrt entfernt. Der See ist jederzeit öffentlich zugänglich und lässt sich somit flexibel in jede Reiseroute integrieren.
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